ANDALUSIEN
„Nein“ zu Windparks
Die Regierung hat die Schutzzone von Algeciras bis Kap Trafalgar verlängert

Ein Wahrzeichen der Provinz Cádiz: die Windradparks bei Tarifa und Vejer. Foto: bb
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Birgit Broecheler
Tarifa
Windräder so weit das Auge reicht. In Tarifa und Vejer de la Frontera ist dies schon Realität, zumindest an Land. Und auch im Meer, so wünschten es Energieversorger wie Acciona, sollten baldmöglichst Windparks entstehen. Nun hat das spanische Umweltministerium dem Drängen der Unternehmen eine Absage erteilt: Das Ausschlussgebiet, das bislang von Algeciras bis zum Kap Camarinal führte, wurde nun bis zum Trafalgar-Kap verlängert. Der Grund: Die Regierung erklärte das Gebiet zur Schutzregion für Wasser- und Zugvögel.
„Wir wissen nicht, wie groß der Einfluss der Windparks im Meer auf die Tiere ist. Daher sind wir lieber vorsichtig“, erklärte Miguel Ferrer vom Obersten Wissenschaftsrat. Damit haben die gefiederten Tiere Fischer und Tourismusanbieter gerettet, die scharf gegen die Windparks protestiert hatten. Nahe des Trafalgar-Kaps will allerdings das Unternehmen Acciona einen Meereswindpark errichten.
Energieversorger liebäugeln mit den Windrädern im Meer, da sie dort aufgrund konstanter Windverhältnisse zwischen 30 und 80 Prozent mehr Energie produzieren können. Die Kosten für Bau und Wartung der rotierenden Giganten im Meer sind allerdings doppelt so hoch wie bei Windradparks an Land.
Von Österreich in die Sierra de Segura
Cazorla – bb. Experten des Umweltministeriums haben am vergangenen Donnerstag vier junge Bartgeier-Weibchen in der Sierra de Segura ausgesetzt, um den Greifvogel in der Region wieder anzusiedeln. Eines der erst drei Monate alten Vogelweibchen wurde in Österreich geboren. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Umweltministerium fünf Exemplare dort ausgesetzt. Eines davon wurde kürzlich erschossen aufgefunden. Foto: EFE
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