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COSTA DE ALMERIA
Ein Juwel der spanischen Neoklassik
Bürgerbewegung wirbt am 17. Mai mit einem Fest für die Restaurierung eines Palastgebäudes

Vom Verfall bedroht: Der Palacio del Almanzora. Foto: CSN
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José A. Nieto
Cantoria
Im Auftrag des Marquis von Los Velez, Don Antonio Alvárez de Toledo, entstand Ende des 18. Jahrhunderts unter der Aufsicht von Ventura Rodriguez, einem der bekanntesten Architekten jener Zeit, der Palacio del Almanzora. Der Palastbau in der gleichnamigen, heute zur Gemeinde Cantoria gehörenden Ortschaft, gilt als das bedeutendste architektonische Zeugnis des spanischen Neoklassizimus in der Provinz Almería.
An dem imposanten Bauwerk nagt jedoch seit Jahrzehnten der Zahn der Zeit ohne dass die zuständigen Behörden gegen den drohenden Ruin eingeschritten wären. Um den schleichenden Verfall aufzuhalten, hat die ortsansässige Nachbarschaftsvereinigung „Amigos del Palacio del Almanzora“ die Bürgerbewegung „Salvemos el Palacio“ ins Leben gerufen. Diese fordert die Behörden auf, umgehend die Restaurierung des Palastes in die Wege zu leiten, um eine anschließende Nutzung für kulturelle Zwecke zu ermöglichen.
Mittlerweile hat die Gemeinde Cantoria ihre Bereitschaft signalisiert, den in privatem Eigentum befindlichen Palast aufzukaufen. Das andalusische Kulturministerium hat für diesen Fall in Aussicht gestellt, die Restaurierung des Gebäudes finanziell zu unterstützen. Bis sie ihr Ziel tatsächlich erreicht hat, will die Bürgerbewegung jedoch weiter für ihr Ansinnen werben und lädt dafür zu einem Fest am 17. Mai ab 12 Uhr auf dem Palastgelände ein. Zahlreiche Künstler aus der Umgebung werden an diesem Tag ihre Werke ausstellen, ein Historiker wird um 13.45 Uhr einen Vortrag zur Geschichte des Gebäudes halten und ab 15 Uhr bis in die Nacht hinein werden diverse Bands live musizieren.
Neuer Anlauf für neuen Markt
Stadt Roquetas schreibt zweiten Ideenwettbewerb zur Errichtung einer moderneren Markthalle aus

Der alten Markthalle droht die Abrissbirne. Foto: CSN
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José A. Nieto
Roquetas
Nachdem ein erster Ideenwettbewerb keinen Bewerber hervorbrachte, dessen Projekt die Auswahlkommission vollends überzeugen konnte, startet die Stadt Roquetas nun einen zweiten Versuch zur Errichtung einer neuen Markthalle. Interessierte Architektenbüros haben bis Ende des Monats Zeit ihre Entwürfe einzureichen.
Als finanzieller Anreiz winken den Teilnehmern Geldpreise für die drei Bestplatzierten. Der Gewinner des Wettbewerbs darf sich nicht nur über eine Siegprämie von 12.000 Euro freuen, sondern erhält zusätzlich 637.000 Euro für die Realisierung des Vorhabens. Nach Erteilung des Zuschlags hat das auserwählte Architekturbüro zwei weitere Monate Zeit zur Ausarbeitung der Baupläne.
Mit einer moderneren und attraktiveren Halle, die an gleicher Stelle wie die jetzige entstehen soll, hofft die Stadt den zusehends unter Kundenschwund leidenden Marktbudenbetreibern neuen Zulauf zu bescheren. Der Verkauf ihrer Frischware soll darüber hinaus durch die Beseitigung der Parkplatzknappheit in der Umgebung beflügelt werden, weshalb die Markthalle auch mit einer Tiefgarage ausgestattet werden soll. Vervollständigt wird das Bauprojekt schließlich durch 300 Sozialwohnungen, deren Errichtung über dem Markt geplant ist.
Während der Durchführung der Arbeiten werden die Lebensmittelverkäufer ganz in der Nähe einen provisorischen Unterschlupf finden. In dem seit Jahren leer stehenden Gebäude oberhalb der Sporthalle, welches zuletzt von der Supermarktkette Lidl vor ihrem Umzug in eine größere Filiale genutzt wurde, werden sie bis zur Fertigstellung der neuen Markthalle ihre Stände aufbauen können.
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