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KÜCHE
Reise ins Herz von Aroma und Geschmack
Vom einzigartigen Siegeszug des Kaffees
Claudia Mussotter
Wenn sich eine Kaffeekirsche von ihrer Mutterpflanze, dem Kaffeestrauch, trennt, beginnt für sie eine lange Reise. Eine Fahrt mit dem Schiff, die sicher in einer Kaffeetasse endet, serviert an irgendeinem Ort auf unserem Planeten.
Kaffee kultiviert man in dem Streifen, an den der Wendekreis des Krebses und der Wendekreis des Steinbocks anstoßen, also nördlich und südlich des Äquators. Trotz seiner Allgegenwärtigkeit heute handelt es sich aber in unseren Breiten um ein verhältnismäßig neues Getränk.
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Ursprungsland des Kaffees ist Äthiopien, und laut einer Legende waren einige Ziegen die Ersten, die ihr monotones Ziegenleben mit der roten Frucht aufhellten, sprich eine Lebendigkeit an den Tag legten, die ihrem Hirten nicht verborgen blieb. Der machte sich über den Effekt, den die glänzenden Früchte auf seine Tiere ausübten, zwar Gedanken, kam aber zu keinem Schluss und suchte Rat in einem nahe gelegenen Kloster. Die Mönche bereiteten mit viel Einfallsreichtum einen Aufguss aus den Kaffeekirschen und entdeckten, dass sie nach dem Konsum des Tranks die ganze Nacht beten konnten, ohne dass sie müde wurden.
Von Äthiopien aus ging es in den Jemen, wo die stimulierenden Kräfte des Kaffees allerdings das Misstrauen der religiösen Obrigkeit erregten. Während Jahrhunderten hielten die arabischen Länder das Monopol, ein Monopol, das schwierig zu halten war, denn der Ruhm des Getränks wuchs und wuchs. Schon im Mekka des 15. Jahrhunderts gab es Häuser, die ausschließlich dem Ausschank von Kaffee vorbehalten waren. [...]
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