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Nachrichten, die niemand will
Wenn das E-mail-Postfach vor Spams überquillt

Wie der richtige Briefkasten, kann auch der virtuelle vollgestopft sein mit unerwünschter Werbung. Foto: mzv
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Nina Hoff
„Sie haben 25 ungelesene Nachrichten“, lautet der Montagsgruß des E-mail-Programms. Man freut sich auf die nette Post, scheinen doch endlich einmal alle an einen gedacht zu haben. Dann die Enttäuschung: Mehrere Geheimtipps zum Kauf dubioser Aktien, etwas Unleserliches in kyrillischen Buchstaben, Viagra-Pillen zum Sonderpreis und vieles mehr versprechen die im Postfach befindlichen E-mails. Keine private Nachricht, kein Gruß, nur sinnloser Müll.
Spam nennt man diese unverlangt zugestellten Nachrichten, die zum Inhalt in der Regel Werbung haben. Sie werden massenhaft versandt und selbst die besten Spam-Filter versagen ab und zu oder erkennen nicht alle Mails.
Bereits 1994 tauchte der erste Spam auf. Damals noch in den zahlreichen Newsgruppen des Usenet, eines weltweiten elektronischen Netzwerks, das Diskussionsforen aller Art bereitstellt. Dort verbreitete sich die Werbekampagne eines in den USA ansässigen Rechtsanwaltsbüros, das um Hilfe bei der Teilnahme der Greencard-Verlosung warb.
Spam-Mails sind nicht nur lästig, sie verursachen auch immensen wirtschaftlichen Schaden. Der Empfänger oder Administrator muss die Mails lesen und aussortieren, wertvolle Arbeitszeit geht so verloren. Und die Anschaffung von Spam-Filtern und ihre Wartung ist mit Kosten verbunden.
Kommt noch hinzu, dass Unternehmen und Diensteanbieter ihre Leitungen häufig nicht nach Zeit, sondern nach übertragener Datenmenge berechnen, sodass für jedes Spam Kosten anfallen.
Allein in den USA entsteht dadurch jährlich ein Schaden in Höhe von 22 Milliarden US-Dollar, in Deutschland beläuft er sich auf etwas mehr als vier Milliarden Dollar. Weltweit, so schätzt das kalifornische Marktforschungsinstitut Ferris Research, müsse man mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 Milliarden Dollar rechnen. [...]
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