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SPANIEN
Acebes nimmt seinen Hut
Mit dem Ex-Innenminister geht der letzte bedeutende PP-Politiker der Ära Aznar

Ángel Acebes erläutert vor der Presse seinen Rückzug aus der Parteispitze. Foto: EFE
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Madrid – ak. PP-Generalsekretär Ángel Acebes hat angekündigt, sein Amt nach dem Parteitag in Valencia niederzulegen. „Ich habe dem Vorsitzenden meine Entscheidung mitgeteilt, nicht weiterzumachen“, gab der zweite Mann der Volkspartei (PP) in einem Kommuniqué bekannt, das er genau in dem Moment aus der Parteizentrale verschickte, als Oppositionsführer Mariano Rajoy im Senat eine Pressekonferenz gab.
Zwar war die Entscheidung erwartet worden, die Nachricht sorgte dennoch für Aufsehen. Nicht nur, weil mit dem Ex-Innenminister der wohl radikalste Hardliner die Parteiführung verlässt, sondern weil Rajoy das letzte politische Schwergewicht Ära Aznar ziehen lässt. Hinzu kam der Zeitpunkt der Ankündigung. Dass die Bekanntgabe ausgerechnet zu einem Zeitpunkt erfolgte, in dem Rajoy unabkömmlich war, wurde allgemein als Zeichen der Verstimmung gewertet. Acebes habe sich zu wenig unterstützt gefühlt, da ihm kein bedeutender Posten angeboten wurde. Auch habe er der Aussicht vorbeugen wollen, beim Parteitag wegen seines Hardliner-Images für die Wahlschlappe verantwortlich gemacht zu werden. Rajoys Umfeld dagegen spielt die Angelegenheit herunter: Der Abgang von Acebes sei seit Wochen abgesprochen gewesen.
Wenn dem so gewesen sein sollte, war das allerdings nur den wenigsten bekannt. Jaime Mayor Oreja, PP-Sprecher im EU-Parlament, dürfte jedenfalls nichts davon gewusst haben. In Tele5 kritisierte er, die Partei verschwende Generationen guter Politiker, und forderte, alten Größen wie Ex-Premier José María Aznar oder Ex-Wirtschaftsminister Rodrigo Rato eine „essentielle Rolle“ beim Parteitag einzuräumen. Rajoy entgegnete: „Ich bin einverstanden. Das ist eine Sache für alle.“ Gleichwohl schwieg er sich weiter darüber aus, wer zum neuen Team gehören soll.
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